POSEN (ALBUM, 1996)

Artist
Die Sterne
Released
1996-04-22
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Kostenloser Stream des Albums


Infos zum Album

Mit Chris von Rautenkranz im Hamburger Soundgarden Studio produziert und erschienen über L’age D’or/ EPIC (Sony). Vinyl und CD sind leider nur noch 2nd-Hand zu bekommen.

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Eine Rezension aus der Intro #34 (Mai 1996) und das Cover selbiger Ausgabe. Der Musikexpress vergab fünf Sterne. Weitere Stimmen der Kritik: Schallplattenmann, Visions.

Auf br.de schreibt Michael Wopperer, wie er Mitte der Nullerjahre auf einer WG-Party „Was hat Dich bloß so ruiniert“ hörte und was es mit ihm machte.

Auf der Fanseite von Mathias sind die Texte zu finden.

Auch Wikipedia weiß was.

Aus der Biografie (Stand 6/97) von Petra Wulf:

„Die Veröffentlichung von »Posen« fällt ungefähr zeitgleich mit dem Höhepunkt eines Trends zu deutschsprachiger Musik um jeden Preis, die in der von Heinz Rudolf Kunze losgetretenen Debatte um Quotenradio gipfelt. Kunze fordert eine nationalistisch und nationalökonomisch begründete Quote, die der Förderung »deutschsprachigen Liedgutes« zugute kommen soll.

Das Sterne-Album »Posen« eröffnet mit dem Stück »Scheiß auf deutsche Texte«. Es macht einen entschiedenen Punkt und beleuchtet ihn von zwei Seiten: es ist nicht wichtig, in welcher Sprache, sondern was da gesungen wird; zugleich aber ist die deutsche Sprache in Deutschland ein Privileg, was klar wird, wenn man sie nicht spricht, zumal eine Menge Scheiße in deutscher Sprache abgewickelt wird, nicht zuletzt Kunzes Quotendebatte.

»Posen« ist ein Pop-Album reinsten Wassers. Dabei verabschiedet es sich nicht von dem bis hier entwickelten Stilrepertoire der Sterne, sondern fährt dessen Komponenten bis zum Ende aus. Daher der Name Posen. Die Zitate werden freier ausgestellt, dazu kommen Animals, Hawkwind, Pink Floyd und wieder Ton Steine Scherben; Zitate, mit denen die Sterne einen frei kommentierenden Umgang pflegen. Zwei Disco-Stücke (»Inseln«, »Trrrmmer«), Drogenmusik und Musik über Drogen (»Risikobiographie«, »Zucker«) und so fort. Und beste Sätze gibt es geschenkt dazu, zum Beispiel in »Themenläden«, dem Song zum Befragen der eigenen Zusammenhänge, und der der anderen.

»Posen« steigt im Juni in die offiziellen deutschen LP Charts ein, verbleibt dort 9 Wochen und schafft es bis auf Platz 64. Von 17°C über Szene Hamburg bis zur Frankfurter Rundschau, vom Musikexpress bis zur Musikwoche ist man sich einig, daß die Sterne »nie so wertvoll waren wie heute«. Selbst die Evangelischen Kommentare und die F.A.Z. verirren sich auf Konzerte bzw. ins Textheft. Alle reden von Spilkers Zahnlücke, Prinz stellt fest, daß er lange Arme habe – aber was soll ein langer Mann machen? Kurze sähen nicht aus.

Im September wird »Posen« nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik; wird aber nichts.

Promo CD

In einer Pappschuber-Hülle mit abgerundeten Ecken
Andere Reihenfolge als bei der Retail Version.
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